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Freitag, 3. Februar 2012

Gedankenwirbel


Gedankenwirbel       

Hallo, herzlich willkommen und moin, moin.
Moin, moin grüßt der Friese morgens, mittags und abends, denn er geht sparsam mit seinem Wortschatz um.

Ich bin eine in Hamburg lebende preußische Friesin, die in Wilhelmshaven im Jahre des Herrn Anno 1933 das Licht der Welt erblickte. Meine Vorfahren stammen aus Greifswald, die an die Wesermündung verschlagen wurden. Da brauchten sie dann nur noch den nächsten Kahn zu Wasser zu lassen und über den Jadebusen zu schippern, um an den Gestaden zu landen, die sich schon Napoleon als brauchbaren Kriegshafen ausgeguckt hatte, wenn er nicht vorher reif für die Insel gewesen wäre.
Dafür hat sich dann später Kaiser Wilhelm I. dieses sturmzerzauste Stück Land unter den Nagel gerissen, bzw. sich für viele Golddukaten von den Oldenburger Großfürsten übertragen lassen, um dort seinen Kriegshafen aus dem Schlick zu stampfen und ein "Marineetablissement" einzurichten. Dadurch entstand eine Gemengelage aus Preußen, Friesen und sonstigen Stammesgenossen, die eigentlich wieder einen völlig neuen Menschenschlag hervorgebracht haben. Bodenständig, wortkarg, aber nicht zu sehr, stur den alltäglichen Mißlichkeiten trotzend, dabei arbeitssam, pflichtbewußt und zäh.
Mein halbes Leben habe ich mir in Wilhelmshaven die Winterstürme um die Nase brausen lassen, die andere Hälfte habe ich in Hamburg verbracht mit meiner Familie und diversen Katzen, die sich leider nur noch in unseren Herzen breitmachen, da ihre Zeit manchmal viel zu früh, manchmal in einem gesegneten Alter abgelaufen war und jetzt im Katzenhimmel herumtoben und mich hin und wieder im Traum besuchen, um mir zu sagen, daß es ihnen gut geht. So bewegt sich denn mein Leben zwischen Haus und Garten und der Frage, ob ich mir wieder eine Katze ins Haus nehmen soll oder nicht, da es jetzt sein könnte, daß die Katzen mich überleben und der Gedanke wäre mir auch unerträglich.

Bei allen ups und downs, die das Leben für uns bereit hält, hat mir immer geholfen, meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben und damit meine seelische Balance im Gleichgewicht zu halten und mir die Freude an den kleinen Dingen des Lebens zu erhalten.

Und dann habe ich mir ein Herz gefaßt, meine Windhose an Gedanken in eine Form zu bringen, bevor sie sich in alle Himmelsrichtungen verflüchtigen und habe angefangen, Bücher zu schreiben.

Mein erstes Buch
"Zwischen Rüstringen und Bant Eine Wilhelmshavener Familienchronik"

ist eine bewegende Familien- und Zeitgeschichte vor dem Hintergrund der Inflation, der großen Arbeitslosigkeit, des zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Leni ist der Mittelpunkt ihrer stetig wachsenden Familie, die mit den wechselnden Schicksalsschlägen fertig zu werden versucht. Ihr Leben ist geprägt von Entbehrungen, aufkeimenden und wieder zerstörten Hoffnungen, von denen sie sich trotz allem nicht unterkriegen läßt. Mit Mutterwitz und Tatkraft versucht sie, ihrer Familie gerecht zu werden, sie sicher über alle Hürden zu bringen.

Eine Geschichte voll skurriler Typen, handfester und erdgebundener Menschen, sturmerprobt, heiter und tieftraurig zugleich, eben das Leben.
ISBN 3-8311-2785-9 Books on Demand, € 29,65.
Mein zweites Buch
"Troja Eine Hand voll Zärtlichkeit - Ein tierischer Trip bis zur Antike und zurück"

ist das etwas andere Katzen- und Reisebuch.
Tourist trifft auf der Ausgrabungsstätte Troja in der Türkei auf eine grazile und anmutige vierbeinige Schönheit, die ihn sofort mit weiblicher List und Strategie umgarnt, bis er in ihrem ausgelegten Netz zappelt, wie ein Fisch auf dem Trocknen und ohne nachzudenken beschließt, diesen orientalischen Bettvorleger als blinden Passagier in seiner Reisetasche mit nach Deutschland zu schmuggeln. Er betrachtet nur noch halbherzig die ihm dargebotenen antiken Schönheiten, weil seine Gedanken ständig um seine illegale Reisebegleitung kreisen. Zu Hause angekommen, erwarten ihn dann unangenehme Überraschungen und das Alltagsleben nimmt seinen gewohnten Lauf mit dem einen Unterschied, daß nun Troja mit zarter Pfote Regie führt und ihre geliebten Menschen, die anderen beiden Hauskatzen sowie die um das Haus herumstreichenden Streuner auf Trab hält und ihnen zeigt, wo es lang geht:
-"Sie hob ihre schmale Pfote und schnurrte honigsüß. Zeus zum Gruße, Mädels. Ich bin Troja und stamme aus Troja, von edelstem Geblüt sozusagen, wenn ihr euch etwas darunter vorstellen könnt. Ich bin klug wie Kassandra, schön wie Helena, zärtlich wie Cressida und stolz wie Hektor und ich prophezeie euch, daß ich hier bald die erste Geige spielen werde, ihr müden Hamburgänsien und latschte hoheitsvoll an den beiden verdutzten Miezen vorbei, wobei sie ihren dünnen Schwanz mit einem kleinen Knick an der Spitze steil aufrichtete.
Eine Intelelle, murmelte Tienchen und verdrehte ihre schönen bernsteinfarbenen Augen gen Himmel. Eine Angeberin, bestätigte Flöckchen verächtlich und sah angestrengt zur Decke, als ginge sie das alles gar nichts an.....".
ISBN 3-8311-4633-0 Books on Demands, € 22,00.

Und mein dritter Roman

"Laß die Tauben fliegen"
folgt den Spuren zweier polnischer Familien über mehrere Generationen hinweg, die von den Versprechungen der Zechengesellschaften aus Deutschland angelockt im 19. Jahrhundert ins Ruhrgebiet gezogen sind, um ihren Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen. Er erzählt von den ärmlichen Anfängen der neuen Kohlenpötter, von ihren Hoffnungen, Lebenslügen, Sorgen und Nöten - von Menschen, die ihre Heimat im Herzen lebendig erhalten und hoffen, sie eines Tages wiederzusehen.
ISBN 978-3-8301-0998-3 R.G. Fischer Verlag, Frankfurt/M. €18,80.
Siehe auch www.bod.de/leseprobe und autorenportrait@bod.de sowie www.amazon.de

und mein viertes Buch "Die stille Straße"  handelt von einem blutigen Familiendrama, Inzest, Ehebruch und erweiterten Selbstmord. Ein Kriminalroman, der es in sich hat, aber noch auf einen Verleger wartet.

Also dann erst einmal tschüß und moin moin

Ihre Wattnixe  R e n a t e K r o n b e r g

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