Viel
kann ich nicht über mich berichten. Ich habe mich nie in den Vordergrund
geschoben; man sagt ja immer, klappern gehört zum Handwerk, aber das war nie
mein Ding. Ich bin kein "Hoppla-jetzt-komm-ich-Typ, sondern eher abwartend,
beobachtend. Der stille Genießer im hintersten Winkel eines Cafés, in dem er
sich hin und wieder Notizen macht oder liest. Ich bin zwar nicht ungesellig,
aber ich dränge mich auch nirgendwo auf. Trotzdem habe ich das Gefühl, daß man
sich gern mit mir unterhält, man sagt mir Humor nach und viel Verständnis für
die Probleme anderer. Und das freut mich dann. Und im Kreise meiner Familie
fühle ich mich erst so richtig wohl, da blühe ich auf und gehe aus mir heraus.
Da geniere ich mich dann auch nicht, einen Sirtaki aufs Parkett zu legen. Und
wenn wir Geschwister uns zu einer Familienfeier zusammengefunden haben, dann
sprühte der sprichwörtlich trockene Familienhumor Funken und homerisches
Gelächter ließ die Wände wackeln.
Na, ja, Schreiben ist ein einsames Geschäft. Dazu brauche ich Intuition,
Motivation, eine gute Geschichte und meine Ruhe. Also bin ich doch eigentlich
prädestiniert für's schreiben.
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